Der Igel

Den Igel kennt jedes Kind - zumindest aus dem Bilderbuch. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und von Mitte April bis Ende Oktober in unseren Gärten zu beobachten. Der Igel fühlt sich in allen nicht zu aufgeräumten Gärten wohl, in denen er Verstecke für den Tag findet. Igel fressen am liebsten Regenwürmer, Käfer und - seltener - kleine bis mittelgroße Schnecken. Die dicken roten oder schwarzen Nacktschnecken sagen ihm aber leider nicht sonderlich zu. Obst und Gemüse nehmen sie nur ausnahmsweise. Eine tolle Seite mit vielen Infos und Links zum Igel gibt es unter www.pro-igel.de. Der Igel ist übrigens dieses Jahr einer der vier Frühlingsboten bei der Aktion Erlebter Frühling des Nabu und der Naju.

Während Erfassungen zu vielen Vogelarten regelmäßig gemacht werden, findet man kaum Daten zur Häufigkeit des Igels. In günstigen Igelhabitaten, z.b. Einfamilienhaussiedlungen, können zumindest in Süddeutschland und der Schweiz bis zu 2 Igel pro ha vorkommen (Erfassungen in Erlangen und Zürich). Während Vögel auch von der Straße aus erfassbar sind, bin ich beim Igel natürlich auf die Mithilfe jedes Gartenbesitzers angewiesen. Wenn man abends im Sommer auf der Terasse sitzt und ein Rascheln zwischen den Sträuchern hört, sollte man mal genauer hinsehen, ob sich dort nicht ein oder während der Paarungszeit von Anfang Mai bis Ende Juli auch mal zwei Igel herumtreiben. Ich freue mich über jede Igelmeldung.

Der größte Feind des Igels ist bekanntlich das Auto. Jeder überfahrene Igel ist ein trauriger Anblick, trotzdem sollten auch tote Igel mit einem entsprechendem Vermerk erfasst werden.