Girlitz

Der Girlitz ist sicher die unbekannteste unter den drei Arten. Dieser Finkenvogel ist von Ende März bis Mitte Juni häufig auf exponierten Singwarten, z.B. in der Spitze von Nadelbäumen oder auf freistehenden Ästen von Kiefern, zu sehen und an seinem typischen an klirrendes Glas erinnernden Gesang zu erkennen. Der Girlitz ernährt sich vor allem von Sämereien und anderer pflanzlicher Kost. Er ist in Wilhelmshorst relativ häufig, möglicherweise sagen ihm die vielen Sandwege in Verbindung mit einem offenen Baumbestand und einigen brachliegenden Grundstücken oder Wegrändern, die ihm Nahrungsmöglichkeiten bieten, besonders zu.
Laut der "Roten Liste der Brutvögel Brandenburgs" gibt es landesweit aber einen stark negativen Bestandstrend, so dass er auf die Vorwarnliste aufgenommen wurde. Die Zahl der Brandenburger Girlitze hat sich in den letzten 10-15 Jahren auf aktuell ca. 6-8.000 Paare halbiert.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Singvögeln, die sich am besten kurz nach Sonnenaufgang erfassen lassen, lässt einen der Girlitz ausschlafen und kann gut bei sonnigem Wetter in den späteren Morgenstunden (ca. zwischen 7 und 10 Uhr morgens) erfasst werden.

Gesang des Girlitzes (MP3, 620kb) : aufgenommen am 08.04.2011 in Wilhelmshorst